|
|
Der Kräutergarten wurde in den Jahren 2003 und 2004 in einer Gemeinschaftsleistung der Langenstadter Bürger im seit langer Zeit ungenutzten Pfarrgarten (vermutlich der ehemalige Befestigungsgraben der Wehrkirche) angelegt.
Große Unterstützung bei Planung und Umsetzung kam dabei von der Gemeinde Neudrossenfeld. Die ausführliche Beschilderung wurde durch die freundliche Unterstützung der Adalbert-Raps-Stiftung aus Kulmbach möglich.
Historie
In Anlehnung an die Geschichte Langenstadts wurde der Kräutergarten in der Art und Weise eines neuzeitlichen Klostergartens angelegt. Die typische Vierteilung (Gemüse, Gewürzkräuter, Heilkräuter und Obstgarten) sicherte damals die autarke Grundversorgung und über die Klostermauern hinaus eine medizinische Betreuung der umliegenden Bevölkerung.
Konzeption und Nutzung
Der Kräutergarten von Langenstadt soll gleich mehrere Funktionen erfüllen. Zunächst wurde er als Schaugarten angelegt, der Historisches wieder anschaulich macht und allen Interessierten die Möglichkeit bietet, an einem Ort ca. 70 verschiedene Heilkräuter betrachten, riechen und auch schmecken zu können. Die umfassende Beschilderung des Gartens sowohl im Überblick der verschiedenen Krankheitskomplexen als auch für jede einzelne vorgestellte Art erlaubt es, sich ohne fachkundige Hilfe zurecht zu finden. Da dies jedoch mehr Zeit erfordert als die allermeisten Besucher mitbringen, kann nach vorheriger Absprache eine Führung in Anspruch genommen werden. Schon vielen Reisegruppen und Vereinen aus Nah und Fern konnte auf diese Weise eine unterhaltsame Weiterbildung vermittelt werden.
Von Anfang an war der Garten uneingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Besonders die Gewürzkräuter sollten von allen Haushalten genutzt werden. Mit dem Abhalten von speziellen Kräuterkochkursen soll die Nutzung der Kräuter über die Petersilie, den Schnittlauch und den Beifuß hinaus wieder die einstige Verbreitung finden.
Bereits jetzt werden größere Mengen Kräuter getrocknet und ansprechend verpackt im hiesigen Dorfladen angeboten. Neben den Gewürzkräutern wie Thymian oder Estragon erfreut sich auch der Kräutertee einer guten Nachfrage. Nach erprobten Rezepten werden Kräuteröle und Kräuteressige sowie auch Kräuterliköre hergestellt. Dies soll der Einstieg in eine echte Nutzung der Heilkräuter nach dem Vorbild der mittelalterlichen Klostergärten sein.
Gegen die allermeisten Krankheiten ist ein Kraut gewachsen und viele davon stehen im Langenstadter Kräutergarten.
Sie können:
- hereinschauen, der Garten bei der Kirche ist offen
- eine Führung bestellen
- eine der Festlichkeiten besuchen
- Tee, Kräuteröl und -essig, aus den Kräutern des Gartens hergestellt, im Dorfladen bei der Tanzlinde kaufen
- an einem Kräuterkochkurs teilnehmen
Kontakte
| Marianne Hübner |
Vorsitzende des Gartenbauvereins |
09228/449 |
| Peter Wendt |
Beirat im Gartenbauverein |
09228/97033 |
| Bernhard Seubert |
2. Vorsitzender im Gartenbauverein |
09228/971376 |
Willkommen im Kräutergarten des Gartenbauvereins Langenstadt!
|